Schwangerschaft

Gerade bei jüngeren Betroffenen löst die Diagnose Morbus Crohn früher oder später auch die Frage nach der möglichen Familienplanung aus. Ärzte können hier erst einmal eine beruhigende Antwort geben: prinzipiell steht einer Schwangerschaft nichts im Weg. Wie bei jeder chronischen Erkrankung gilt es allerdings, einige Dinge zu beachten, damit mögliche Komplikationen vermieden werden können.

In der Ruhephase des Morbus Crohn ist die Fruchtbarkeit der Frau im Normalfall nicht beeinträchtigt. Gleiches gilt für die Zeugungsfähigkeit des Mannes. Aus diesem Grund und für einen relativ normalen Schwangerschaftsverlauf, sollte eine Schwangerschaft daher in der Ruhephase der Erkrankung geplant werden. Eine kanadische Studie hat gezeigt, dass bei 80% der Betroffenen der Morbus Crohn während der Schwangerschaft inaktiv bleibt. Wichtig zu hinterfragen ist, ob die Ruhephase eventuell durch Medikamente bedingt ist, die unter Umständen während der Schwangerschaft abgesetzt werden müssen. Sprechen Sie bei einer geplanten Schwangerschaft auf jeden Fall vorher mit Ihrem behandelnden Arzt.

Frauen mit Morbus Crohn haben überwiegend einen Schwangerschaftsverlauf, der dem gesunder Frauen gleicht. Sollte die Schwangerschaft während eines akuten Schubs eingetreten sein, ist ein vermehrtes Auftreten von Komplikationen möglich. Schwangere Morbus-Crohn-Betroffene sollten immer unter enger ärztlicher Kontrolle ihres Gynäkologen und Gastroenterologen stehen. Die medikamentöse Therapie muss auf jeden Fall kontrolliert werden, da einige Medikamente während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden dürfen und bei gewissen Medikamenten eine vorbeugende Verhütung angezeigt ist.

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