Abszess

Durch Entzündung hervorgerufene Eiteransammlung im Gewebe.

ACR

Das American College of Rheumatology ist die größte amerikanische Fachgesellschaft für Rheumatologie.

ACR-Kriterien

Kriterien zur Klassifizierung der Rheumatoiden Arthritis, die vom American College of Rheumatology entwickelt wurden.

Aminosalicylate (auch 5-ASA-Präparate genannt)

Entzündungshemmender Wirkstoff zur Behandlung chronisch-entzündlicher Erkrankungen.

Analgetikum

Schmerzstillendes Medikament

Ankylose

Knöcherne Versteifung eines Gelenks

Antikörper

Eiweißstoffe des Immunsystems, die spezifisch gegen bestimmte Fremdstoffe wie Bakterien oder Viren gerichtet sind. Antikörper machen diese Fremdstoffe unschädlich, indem sie diese binden und damit für den Abbau markieren.

Antigen

Körperfremde Substanzen, die im Körper eine spezifische Immunantwort hervorrufen, bspw. durch die Bildung von Antikörpern. Antigene sind z.B. Bestandteile von Bakterien oder Viren. Bei der rheumatoiden Arthritis wirken körpereigene Strukturen als Antigene.

Arthritis

Mit "Arthritis" wird ganz allgemein eine Entzündung eines Gelenkes bezeichnet (der Wortteil "arthr" entstammt aus dem Griechischen und bezeichnet das Gelenk). Gelenksentzündungen können bei verschiedenen Erkrankungen auftreten. Die rheumatoide Arthritis ist eine Erkrankung der Gelenke. Da bei der rheumatoiden Arthritis mehrere Gelenke betroffen sind, wurde diese Erkrankung auch als "Chronische Polyarthritis" bezeichnet (poly; griech. für viele).

Auspitz-Phänomen

Punktförmige Blutungen, die beim Entfernen des unter den Schuppen liegenden dünnen Häutchens entstehen. Typisch bei Psoriasis.

Azathioprin

Medikament, das die Aktivität des Immunsystems unterdrückt; Immunsuppressivum

Begleiterkrankung

Erkrankung, die oft zusammen mit der eigentlichen Erkrankung einhergeht. Das Fachwort lautet Komorbidität (von Ko = mit, zusammen und morbidus = krank).

Begleitsymptom

Symptom, das nicht zu der eigentlichen Krankheit gehört, aber oft damit verbunden ist.

Biologikum (z.B. TNF-α-Blocker)

Biotechnologisch hergestelltes Medikament, das z.B. bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt wird und dort eine sehr hohe Wirksamkeit zeigen kann.

Botenstoff

Botenstoffe dienen der chemischen Signalübertragung zwischen Zellen bzw. Organen innerhalb des Körpers.

Chronische Polyarthritis

Frühere Bezeichnung für den heute gängigen Begriff rheumatoide Arthritis.

Colitis ulcerosa

Chronische, meist in Schüben verlaufende Entzündung der Dickdarmschleimhaut.

COX

Abkürzung für Cyclooxygenase. Ein Enzym, das an der Bildung von Prostaglandinen (Sammelbegriff für hormonähnliche körpereigene Substanzen) beteiligt ist.

COX-Hemmer

Medikamente, die durch die Hemmung des Enzyms Cyclooxygenase schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Es werden die so genannten unselektiven COX-Hemmer (COX-1 und COX-2 - Hemmer), und die modernen COX-2-Hemmer unterschieden. COX-2-Hemmer gelten als verträglicher. Diese Medikamentengruppe wird unter anderem in der Therapie der rheumatoiden Arthritis eingesetzt.

Darmfistel

Nicht- anatomische Verbindung zwischen dem Darm und der Körperoberfläche (äußere Darmfistel) bzw. anderen Hohlorganen (z.B. Blase, Vagina) oder zwischen Darmschlingen (innere Darmfistel).

DAS

Der DAS (Disease Activity Score) ist eine diagnostische Methode, um die Krankheitsaktivität der rheumatoiden Arthritis zu erfassen. Der DAS wird mit Hilfe einer Formel berechnet, die folgende Parameter berücksichtigt: die Anzahl der geschwollenen sowie der druckschmerzhaften Gelenke, die Blutsenkungsgeschwindigkeit sowie einer Beurteilung der Krankheitsaktivität durch die Patienten.

DMARDs

Diese Medikamente (DMARD: Disease modifying antirheumatic drugs) zur Behandlung der rheumatischen Erkrankungen werden auch als Basistherapeutika bezeichnet. Sie gehören meist zur Standardmedikation. Die wichtigsten Vertreter sind: Methotrexat, Leflunomid, Sulfasalazin, Antimalaria-Mittel.

Enthesitis

Entzündung am Übergang von Sehnen auf den Knochen (Enthesis). Eine Enthesitis ist eine typische Krankheitserscheinung bei -> Spondyloarthritiden. Besonders betroffen sind der Ansatz der Achillessehne an der Ferse und der dicken Sehnenplatte unter dem Fuß am Fersenbein ("entzündlicher Fersensporn").

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen

Sammelbegriff für diejenigen Formen des Rheumas, die mit Entzündungen an Knochen und/oder Gelenken sowie Muskeln, Sehnen und anderen Geweben einhergehen. Dazu gehören Krankheiten wie die rheumatoide Arthritis, die Psoriasis-Arthritis oder der Morbus Bechterew.

Erythema nodosum (auch: Knotenrose)

Akut-entzündliche Erkrankung des Unterhautfettgewebes, die mit schmerzhafter Knötchenbildung einhergeht.

EULAR

Die EULAR (Europeen League against rheumatism) ist die größte europäische Fachgesellschaft für Rheumatologie und somit das europäische Pendant zum ACR.

Glukokortikoide

Hormone aus der Nebennierenrinde. Medizinisch nachgebaut (z.B. Cortisol, Cortison) wirken sie unter anderem entzündungshemmend.

HAQ

Patientenfragebogen (Health Assessment Questionnaire), der die körperliche Funktionsfähigkeit widerspiegelt.

HLA-B27

Erbfaktor, der zu 90% bei M. Bechterew-Patienten vorliegt, in der Normalbevölkerung bei 8%. Bei der Diagnose erhöht das Vorliegen dieses Faktors die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um -> Spondylitis ankylosans handeln könnte. Das Vorliegen des Faktors kann aber nur im Zusammenhang mit anderen Zeichen und Symptomen gesehen werden.

Immunerkrankung

Krankheit, bei der körpereigenes Gewebe durch das eigene Abwehrsystem (Immunsystem) angegriffen wird.

Immunmodulatoren

Substanzen, die die Immunantwort verändern, also durch eine Anregung der Immunantwort (Immunstimulation) verstärkend oder durch eine Unterdrückung der Immunantwort (Immunsuppression) hemmend wirken.

Immunsuppressiva

Medikamente, die die körpereigenen Abwehrreaktionen unterdrücken. Sie werden bei immunologisch bedingten Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Rheuma-Erkrankungen oder zur Vermeidung der Abstoßungsreaktion nach Transplantationen eingesetzt.

Immunsystem

Komplexes System von Botenstoffen, Zellen und Organen, das den Organismus vor Angriffen durch Krankheitserreger schützt.

Keratinozyt

Hautzelle; Bei der Psoriasis ist die normale Regeneration der Haut durch eine übermäßige Teilung der Keratinozyten stark beschleunigt. Die Folge sind die typischen Psoriasis-Plaques: scharf begrenzte, erhobene und gerötete Hautareale, die von einer Schuppenschicht bedeckt sind.

Kerzenfleckphänomen

Typisch für Psoriasis: Beim Kratzen der betroffenen Hautstellen treten die Hautschuppen deutlicher hervor.

Komorbidität

Begleiterkrankung; Erkrankung, die oft zusammen mit der eigentlichen Erkrankung einhergeht (von Ko = mit, zusammen und morbidus = krank).

Kortisol, (Cortisol)

Zu den Glukokortikoiden gehörendes Hormon, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Künstlich hergestellte Glukokortikoide, beispielsweise das Prednison, werden in der Behandlung rheumatischer und anderer Erkrankungen eingesetzt. Sie lindern die mit der rheumatoiden Arthritis verbundenen Schmerzen, Schwellungen und sonstigen Symptome.

Kyphose

Krümmung der Wirbelsäule. Dabei liegt der Krümmungsmittelpunkt vor dem Körper (Rundrücken).

Magnetresonanztomographie (MRT)

Die MRT ist ein bildgebendes Verfahren, das die Strukturen im Inneren des Körpers darstellt. Mit einer MRT können Schnittbilder des menschlichen Körpers gezeigt werden, die oft eine hervorragende Beurteilung der Organe und deren Veränderungen erlauben. Bei Aufnahmen von Gelenken kann besonders der Zustand der Weichteilelemente wie Bänder, Muskeln und Fettgewebe gesehen werden. Das MRT nutzt magnetische und keine Röntgenstrahlen.

Monoklonale Antikörper

Antikörper, die von einem B-Zellklon entstammen und sich gegen eine bestimmte Substanz (Antigen) richten.

Morbus Bechterew (auch: Bechterewsche Erkrankung oder lat. Spondylitis ankylosans)

Chronisch-entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule, bei der besonders die Gelenke des Kreuz- und Darmbeins (Iliosakralgelenk) sowie die Wirbelsäule betroffen sind. Un- oder fehlbehandelt führt diese entzündlich-rheumatische Erkrankung zu einer Versteifung der Wirbelsäule.

Morbus Crohn

Erkrankung aus dem Formenkreis chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED), die den gesamten Magen-Darmtrakt betreffen kann.

Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR)

Entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente, die nicht zu den -> Glukokortikoiden (Steroide) gehören.

Ölflecken

gelblich-graue Verfärbung der Nägel, die bei der Psoriasis auftreten kann.

Onycholyse

Ablösung des Nagels vom Nagelbett. Schwere Form der Nagelveränderung bei der Psoriasis.

Osteoporose

Verringerung der Knochendichte. Eine häufige Folge von Morbus Crohn. Ursache ist Mangelernährung durch den geschädigten Darm; Nebenwirkung von Kortison.

PASI

Abkürzung für "Psoriasis Area and Severity Index". Methode zur Ermittlung des Schweregrades der Psoriasis: Für die vier Körperbereiche Kopf, Rumpf, Arme und Beine gehen jeweils der Prozentsatz der betroffenen Hautfläche, die Erhabenheit, die Rötung und die Schuppung ein. Gesunde haben einen PASI von 0, der theoretisch mögliche Höchstwert beträgt 72. Ab einem PASI von 10 spricht man von einer moderaten oder schweren Psoriasis.

PEN

Injektionshilfe in Form eines dicken Kugelschreibers (engl. Pen), das zur einfachen Injektion einer voreingestellten Menge eines Medikamentes dient.

Physikalische Therapie

Medizinische Behandlungsformen, die auf physikalischen Methoden beruhen. Bei der Psoriasis sind besonders die Bade- und die Lichttherapie von Bedeutung.

Plaque

Betroffenes Hautareal bei der Plaque-Psoriasis.

Proteine

Eiweißmolekle

Psoriasis

Die Schuppenflechte oder Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung. Sie zeichnet sich durch schuppende, gerötete und erhebende Hautareale aus, welche stark jucken können. Während man bisher davon ausging, dass die Psoriasis eine reine Hautkrankheit ist, mehren sich durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse die Hinweise darauf, dass es sich um eine systemische Erkrankung, also eine Erkrankung, die den ganzen Körper betrifft, handelt. Menschen, die an einer moderaten oder schweren Psoriasis leiden, erkranken überdurchschnittlich häufig an einer Arthritis, sind häufiger übergewichtig, leiden öfter an Diabetes und haben ein höheres Risiko für Herzkreislauferkrankungen als Gesunde.

Psoriasis-Arthritis (PsA)

Die Psoriasis-Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gelenke, die in Verbindung mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) der Haut, aber auch isoliert ohne Hautbeteilung entstehen kann. Etwa ein Drittel aller Patienten mit einer moderaten bis schweren Psoriasis entwickeln auch Gelenksymptome wie z.B. Schwellungen, Schmerzen und/oder Steifigkeit, die an verschiedenen Gelenken auftreten können. Unbehandelt führen die entzündlichen Prozesse zu einer fortschreitenden Zerstörung der Gelenkknorpel und Knochen.

PUVA

Therapieform bei der Psoriasis. Kombination aus einer Behandlung mit Psoralen und UV-A-Bestrahlung

Remission

Zurückgehen der Krankheitserscheinungen bis zur völligen Beschwerdefreiheit.

Rheuma

Veralteter Begriff für Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten und fast immer mit Schmerzen und häufig mit Bewegungseinschränkungen verbunden sind.

Rheumafaktor

Der Rheumafaktor ist ein Eiweistoff im Blut, der ein Baustein in der Diagnose der chronischen Polyarthritis (rheumatoide Arthritis; RA) ist. Ein positiver Rheumafaktor wird im Serum des Blutes bestimmt und ist ein bestimmter Antikörper. Ein positiver Rheumafaktor macht die RA wahrscheinlicher, beweist sie jedoch nicht. Umgekehrt ist ein fehlender Rheumafaktor kein Zeichen dafür, dass keine RA vorliegt. Hat man eine RA ohne einem positiven Rheumafaktor, spricht man von einer seronegativer RA.

Rheuma-Liga

Größter Selbsthilfe-Verband im Gesundheitsbereich, der die Interessen der Rheumakranken vertritt. In jedem Bundesland ist ein Landesverband vertreten (s. auch www.rheumaliga.at) . Die Rheuma-Liga bietet ein breites Beratungs- und Informationsangebot und versteht sich gleichsam als politisches Organ.

Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert diesen Begriff wie folgt: "Oberbegriff für Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten und fast immer mit Schmerz und häufig mit Bewegungseinschränkungen verbunden sind." Zu diesen Erkrankungen gehören entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis, degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen wie die Arthrose, Weichteilrheumatismus wie die Fibromyalgie und Stoffwechselerkrankungen wie die Osteoporose oder die Gicht.

Rheumaknoten

Schmerzlose, verschiebliche Knoten unter der Haut. Rheumaknoten stellen eine typische Begleiterscheinung der RA dar und können chirurgisch entfernt werden.

Rheumatoide Arthritis (RA)

Die RA ist eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, auch als chronische Polyarthritis bezeichnet. Umgangssprachlich: Rheuma. Sie ist gleichzeitig die häufigste Erkrankung des rheumatischen Formenkreises. Sie ist eine Erkrankung, bei der das Immunsystem eine entscheidende Rolle spielt - eine Autoimmunerkrankung. Dabei geht die Wissenschaft von einer Fehlsteuerung des Immunsystems aus, bei der körpereigene Strukturen - im Falle der RA im Bereich der Gelenke - durch das Immunsystem angegriffen werden.

Sakroiliakal-Gelenk

Gelenk zwischen Kreuz- und Darmbein.

Schub

Akute Phase einer chronisch-entzündlichen Erkrankung.

Schuppenflechte

umgangssprachlicher Ausdruck für Psoriasis.

Schuppung

Abgestorbene Hautzellen, die als Schuppen abgestoßen werden. Je nach Ausprägung der Psoriasis kann es sich um einzelne, silbrige Schuppen oder einen festen "Schuppenpanzer" handeln.

Sonographie

Untersuchung durch Ultraschall.

Spondyloarthropathie

Zu den Spondylarthropathien (SpA) zählen der Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis), die reaktive Arthritis nach einer vorausgegangenen bakteriellen Infektion des Magen-Darm-Trakts oder der ableitenden Harnwege, die Arthritis/Spondylitis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und die Arthritis/Spondylitis bei Psoriasis (Schuppenflechte). Diesen Erkrankungen gemeinsam sind die Leitsymptome entzündlicher Rückenschmerz und/oder eine Arthritis der peripheren Gelenke. Typisch für die periphere Arthritis ist die Betonung der unteren Extremität (Kniegelenke, Sprunggelenke), das asymmetrische Gelenkmuster (oft nur ein Knie, nur manchmal beide Knie) und dass in der Regel nicht mehr als 4 Gelenke betroffen sind. Den SpA-Erkrankungen ist auerdem gemeinsam eine gehäufte Assoziation mit dem genetischen Marker HLA-B27 und sie können alle in einer ankylosierenden Spondylitis enden, vor allem wenn das HLA-B27 positiv ist. Von besonderem Interesse ist neuerdings auch die sogenannte undifferenzierte SpA, die nicht die Kriterien für eine definierte SpA erfllt, trotzdem aber die für SpA typischen Symptome aufweist.

Spondylitis ankylosans

medizinisch-wissenschaftliche Bezeichnung für Morbus Bechterew (auch ankylosierende Spondylitis).

Stenose

Meist durch Entzündung hervorgerufene Verengung in einem Darmabschnitt.

Subkutan

unter die Haut (von lat. sub = unter und cutis = Haut). Die meisten TNF-α-Blocker werden subkutan injiziert, also unter die Haut gespritzt.

Synovialis

Die Gelenkinnenhaut, die die Gelenkkapsel von innen auskleidet. Sie produziert die Synovia, die so genannte Gelenkschmiere, die den Gelenkspalt ausfüllt und die reibungslose Gelenkfunktion ermöglicht.

Systemische Erkrankung

Erkrankung, die den ganzen Körper und nicht nur ein Organ betrifft.

Systemische Therapie

Behandlungsform, bei der der Wirkstoff im ganzen Körper wirkt. Dazu werden die Medikamente in Tablettenform eingenommen, subkutan oder intramuskulär injiziert oder in die Vene infundiert. Gegenteil der topischen Therapie, bei der die Medikamente nur auf die betroffene Körperstelle aufgetragen werden

Szintigraphie

Bei der Szintigrafie als bildgebendes Verfahren werden radioaktive Impulse aufgezeichnet. Dazu wird den Betroffenen eine radioaktive Substanz injiziert. Die Substanz fhrt dazu, dass Stoffwechselaktivitten in bestimmten Körpergeweben mit Hilfe eines aufgenommenen Bildes dargestellt werden können. So ist eine Form der Szintigrafie die Knochenszintigrafie. Sie stellt Knochen dar, die einem erhöhten Stoffwechsel unterliegen. Sie kann lokal an bestimmten Körperteilen oder auch als Ganzkörperszintigrafie eingesetzt werden.

TNF-α

Abkürzung für Tumornekrosefaktor-alpha. Ein vom Immunsystem gebildeter Botenstoff (Zytokin), der bei einem gesunden Menschen eine Entzündungsreaktion zur Bekämpfung einer Fremdsubstanz auslöst. Beim Patienten mit Rheumatoider Arthritis, Psoriasis Arthritis, Morbus Bechterew, Morbus Crohn und Psoriasis (Schuppenflechte) wird das TNF-α in großen Mengen freigesetzt und führt zu einer dauernden (chronischen) Entzündung.

TNF α Antagonist

TNF α Antagonisten wirken als Blocker dieses Botenstoffes. Durch gezielte Bindung von TNF α und der Inaktivierung dessen biologischer Wirkung werden Entzündungsreaktionen gestoppt, Schwellungen gehen zurück und die Funktionsfähigkeit bessert sich nachhaltig.

Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-α)

Entzündungsförderndes Zytokin, das vor allem bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen stark erhöht ist.

TNF α Blocker

Medikament (-> Biologikum), das den entzündlichen Botenstoff TNF α bindet, so dass TNF α abgebaut und dessen entzündungsfördernde Wirkung gehemmt wird.

Topische Therapie

Therapieform, bei der die Medikamente z.B. in Form von Cremes oder Salben nur auf die betroffene Körperstelle aufgetragen werden. Gegenteil zur systemischen Therapie, bei der die Medikamente in Tablettenform eingenommen, injiziert oder in die Vene infundiert werden, und so im ganzen Körper wirken.

Tüpfelnägel

Nagelschädigung, die im Rahmen einer Psoriasiserkrankung auftreten kann. Die betroffenen Nägel weisen stecknadelkopfgroße Eindellungen auf.

Uveitis

Entzündung der Regenbogenhaut des Auges. Hufige -> Begleiterkrankung bei Morbus Bechterew.

Zytokine

Botenstoffe, die die Information zwischen den Körperzellen transportieren. Das -> TNF-α ist ein solcher Botenstoff.

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