Während des Schubs

Ernährung während des Schubs

In der Phase einer akuten Krankheitsaktivität werden meist nur wenige Lebensmittel vertragen. Die entzündete Darmschleimhaut sollte geschont werden. Hierbei ist es ratsam, weitestgehend auf Ballaststoffe zu verzichten. Leicht verdauliche und pürierte Speisen können in dieser Zeit bekömmlicher sein. Nach Abklingen eines Entzündungsschubs ist der langsame Kostaufbau bis zum Übergang zur vollwertigen Ernährung wichtig. Dabei richtet sich der genaue Ablauf nach der Ernährungsform während der akuten Krankheitsphase.

Mangelernährung vorbeugen

Die Entzündung des Darms mindert die Nährstoffaufnahme; Durchfälle führen zu Flüssigkeitsverlust. Schmerzen, Appetitlosigkeit oder einfach Angst vor dem Essen bringen eine geringere Nahrungsaufnahme mit sich. Die ausreichende Nährstoff-, Flüssigkeits- und Kalorienzufuhr ist in dieser Phase daher besonders wichtig. Zudem muss einer Mangelernährung rechtzeitig entgegengewirkt werden. Die Versorgung des Körpers mit bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen kann nämlich bei Morbus Crohn sehr unzureichend sein.

Je nach Ausprägung der Entzündung können besondere Ernährungsformen in dieser Phase nötig sein:

  • Trinknahrung erleichtert die Nährstoffaufnahme über den Dünndarm
  • Enterale Ernährung (Nahrungszufuhr über eine Dünndarm- oder Magensonde)
  • Parenterale Ernährung (Nährstoffzufuhr durch Infusion über die Blutbahn), ist nur in seltenen Fällen notwendig
  • Hochwertige Nahrungsergänzungsmittel gleichen einen Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen aus

Wenn es zu Komplikationen kommt

Kommt es zu Komplikationen bei Morbus Crohn, macht dies häufig eine Ernährungsumstellung notwendig. Die genauen Vorgehensweisen und Maßnahmen sollten umfassend mit dem behandelnden Arzt erörtert werden. Zu den Komplikationen, bei denen die Ernährung umgestellt werden sollte, gehören:

  • Kurzdarm-Syndrom: Müssen krankheitsbedingt große Teile des Darms operativ entfernt werden, kann es zu Durchfällen oder einen Mangel anNährstoffe kommen, die normalerweise über den entfernten Darmabschnitt aufgenommen werden.
  • Stenosen: Bei Engstellen im Darm, können Ballaststoffe zu Beschwerden führen. Je nach Ausprägung sind Ballaststoffe und faserreiche Lebensmittel (z.B. Spargel, Fenchel, Blattspinat, Ananas, Nüsse, Trauben und Zitrusfrüchte) daher zu meiden. Zudem können bei entzündlichen Stenosen blähende Speisen Probleme mit sich bringen.
  • Stoma: Bei einem künstlichen Darmausgang muss über die Ernährung individuell entschieden werden. Besonders wichtig ist es, Flüssigkeits- und Elektrolytverluste auszugleichen.

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