Klassische Therapie
Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die nicht ursächlich geheilt werden kann. Jedoch gibt es eine Reihe wirksamer Behandlungsmethoden, die Schmerzen und Symptome deutlich lindern und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Gerade in den letzten Jahren haben neue Erkenntnisse über die Krankheitsentstehung zur Entwicklung innovativer, biotechnologisch hergestellter Medikamente sogenannte Biologika (= TNF-α-Blocker) geführt. Diese greifen gezielt in Schlüsselprozesse der Entzündung ein, so dass diese langfristig kontrollierbar werden können. Die neuen Therapiekonzepte helfen selbst schwer erkrankten Patienten ein Leben zu führen, das nicht mehr allein von der Krankheit bestimmt wird. Im Allgemeinen gilt, dass die Wahl der Behandlungsform vom Schweregrad der Erkrankung abhängt. Wichtige Voraussetzung hierfür sind jedoch eine möglichst frühzeitige Diagnose und das rasche Einleiten einer wirksamen Therapie. Machen Sie sich bei akuten Beschwerden oder neuen Therapien möglichst täglich Notizen über Ihre Erkrankung! Schreiben Sie z.B. auf wie Sie sich fühlen, ob bestimmte Symptome auftauchen oder verschwinden, ob Sie Schmerzen haben oder Blut im Stuhl bemerken. Dies alles hilft Ihrem behandelnden Arzt, Ihre Situation besser einzuschätzen und so die richtigen Entscheidungen für die weitere Therapie zu treffen. Bei Morbus Crohn häufig angewandte TherapieformenMedikamentöse Therapie:
Operative Maßnahmen
Psychologisch unterstützende Maßnahmen Kortisonpräparate gehören nach wie vor zu den wichtigen medikamentösen Therapieoptionen bei Morbus Crohn. Sie werden vor allem bei akuten Krankheitsschüben eingesetzt, da sie rasch entzündungshemmend wirken und so die Symptome schnell lindern können. Ist dieses Ziel erreicht, wird die Kortisondosis langsam reduziert, um die Nebenwirkungen der Umstellung zu minimieren. Die Nebenwirkungen sind auch der Grund, warum man bei leichteren Schüben, bei denen sich die Entzündung vor allem im Dickdarm auftritt, bestimmte Kortisonpräparate einsetzt, die gar nicht oder kaum im gesamten Organismus zirkulieren. Eine langfristige Behandlung mit Kortikosteroiden (Überbegriff für Kortisone) soll möglichst vermieden werden. Den Therapieerfolg verstärkenDarüber hinaus können Sie selber mit einigen Maßnahmen dazu beitragen, die Symptome der Erkrankung zu lindern oder das Risiko für einen neuen Schub zu vermindern. So ist für das Zigarettenrauchen belegt, dass es zu einer Verschlimmerung des Morbus Crohn führen kann, d. h. die Erkrankung verläuft bei Rauchern schwerer und Rückfälle treten gehäufter auf. Eine im Jahr 2004 veröffentlichte Studie im American Journal of Surgery belegte sogar eine deutliche Minderung der Operationshäufigkeit aufgrund der Tabakvermeidung. Es gibt also viele Gründe, das Rauchen aufzugeben. Das gilt auch für Eltern betroffener Kinder und Jugendlicher. Darüber hinaus kann Stress einen Schub fördern. Daher sollten Sie versuchen, diesen weitestgehend zu vermeiden oder besser mit ihm umzugehen. Im Abschnitt Leben mit Morbus Crohn zeigen wir Ihnen einige Ansätze zum Umgang mit Stress auf. Auch eine gesunde Ernährung ist bei Morbus Crohn von großer Bedeutung, da häufige Durchfälle zu einer Mangelernährung führen können und z. B. bei akuten Schüben vor allem ballaststoffarme Kost aufgenommen werden sollte. Deshalb haben wir diesem Thema ebenfalls ein eigenes Kapitel gewidmet. Der Inhalt dieser Seite ersetzt nicht den den Besuch beim Arzt! |
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